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VERMEHRUNG mit SAMEN


Wir geben Ihnen hier eine kleine Information zum besseren Verständnis warum Samen in Keimruhe sind, was Skarifikation und Stratifikation bedeutet, was Warmkeimer und Kaltkeimer sind.
KEIMRUHE:
Warum sind die Samen in einer Keimruhe und was heisst das? Die meisten Samen sind in einer Keimruhe, damit sie nicht unter ungünstigen Bedingungen vorzeitig keimen oder sie besitzen einen Keimhemmstoff. Die Keimruhe wird durch die harte Samenschale, dem Perikarp, nicht fertigen Embryonen, dass Austrocknen der Samenschale beim Reifen oder Hemmstoffen im Samen verursacht. Bei Samenreife mit noch unreifen Embryonen wie z.B. Ilex-Arten, gehen diese erst auf, wenn sich der Keim weiterentwickelt hat. Dies dauert in der Regel ca. 2 Monate bei etwa 20°C. Wenn der Keimling ausgreift ist, kann die Keimung erfolgen. Bei Arten mit fleischigen Früchten, wie den Magnolien wird diese erst aufgehoben, wenn das Fruchtfleisch entfernt wurde, bevor diese reifen. Wir sprechen auch von Keimruhe, wenn ideale Bedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit und Licht, je nach Art, gegeben sind und diese nicht keimen. Meist kann die Keimruhe nur durch Skarifikation und Stratifikation gebrochen werden, entweder auf natürliche oder künstliche Art und Weise.
SKARIFIKATION:
Sehr viele Samenschalen werden erst bei tieferen oder höheren Temperaturen durchlässiger. Die Keimung erfolgt, wenn der Samen Feuchtigkeit aufnehmen kann. Um eine Keimung in Gang zu setzen, ist eine entsprechende Vorbehandlung nötig, um die Schale porös und durchlässig zu machen, damit die Feuchtigkeit die Oberfläche durchdringen kann. Die üblichste Methode ist das Anfeilen, Aufrauhen mit grobem Schmirgelpapier oder ein vorsichtiges Anritzen mit einem Messer, wobei darauf zu achten ist, daß nicht zu tief gefeilt bzw. geschnitten wird. Anschließend mit heißem Wasser übergießen und für ca. 12 - 48 Std., je nach Gattung und Art, vorquellen lassen.
STRATIFIKATION:
Unter Stratifikation ist das Behandeln von Samen zur Anregung der Keimung zu verstehen. Am wirksamsten hat sich erwiesen, wenn die Samen vor oder nach der Aussaat Temperaturschwankungen, wie auch in der Natur, ausgesetzt werden. Eine Ausnahme bilden Lichtkeimer und staubfeine Samen, doch dazu später mehr. Wir unterscheiden hier zwischen Kalt-, Warm- und Lichtkeimern.
KALTKEIMER:
Zu diesen Arten gehören kältetolerante und frostharte Pflanzen und Gehölze wie z.B. Asimina, Magnolien, Acer, Carpinus viele Stauden, aber auch Kletterpflanzen wie Clematis. Diese Samen benötigen eine Kalt-Nass-Behandlung und sollten mit Substrat vermischt im Kühlschrank zwischen 0 bis 5°C oder eingeschlagen in feuchten Sandschichten im Freiland mit Kälte (Herbst/Winter) behandelt werden. Die Dauer dieser Stratifikation reicht von 3-4 Wochen oder auch bis zu 20 Wochen, je nach Tiefe der Keimruhe. Ohne diese Stratifikation fällt ein Keimerfolg sehr gering oder total aus, im schlimmsten Fall gehen die Samen in eine Keimruhe zurück, die dann besonders schwer wieder zu brechen ist.
WARMKEIMER:
Den meisten tropischen und subtropischen Samen kommen mit einer Keimtemperatur von 20 - 25ºC zurecht. Geht man über die erforderliche Keimtemperatur hinaus, kann sich auch eine Keimung verzögern und/oder eine 2. Keimruhe verursachen. Nur Warmhauspflanzen wie Palmenarten, Helikonien, Cycadeen und auch Nelumbo-Samen benötigen höhere Temperaturen zur Keimung.
LICHTKEIMER:
Arbutus, Callistemon, Eucalyputus, Melaleuca, Thymian, Kakteengewächse, fleischfressenden Pflanzen u.v.a. oder die Sporen der Baumfarne gehören zu dem sehr feinen Saatgut. Diese werden nicht mit Substrat bedeckt, ganz kleine Samen, wie Arbutus nur angedrückt oder nur leicht mit Substrat bedeckt und von unten solange gewässert, bis das Aussaatgefäß zur Oberfläche hin durchfeuchtet ist. Derartige Samen/Sporen haben keine oder nur wenig Nährstoffe und können dem Keimling nicht die Kraft geben, das Substrat bis zur Oberfläche zu durchdringen. Eine Keimung kommt also nur mit Hilfe von Licht zustande. Fehlt ihnen dieses, ist die Keimfähigkeit stark herabgesetzt oder bleibt völlig aus.

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