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FRAGEN ZUR ANZUCHT


Die häufigsten Fragen zur Anzucht
Die Keimfähigkeit der Samen sind kein Garant für eine erfolgreiche Aussaat und auch die Vermehrung aus Samen ist nicht immer ganz einfach, denn von der Anzucht bis zur fertigen Pflanze ist es manchmal, je nach Art, ein weiter Weg, der auch von Mißerfolg begleitet sein kann. In diesem Fall nicht sofort das Handtuch werfen, denn der sogenannte "Grüne Daumen" ist nicht angeboren und 100%iger Erfolg ist meist nicht gegeben, denn Sie arbeiten mit einem Naturprodukt und nicht mit einer industriell gefertigten Ware. Während der An- und Aufzucht können Probleme in vielfältiger Form auftauchen, denen man aber mit entsprechender Vorsorge und etwas Hintergrundwissen gut begegnen kann. Die folgenden Fragen, Antworten und Tipps werden Ihnen daher in den meisten Fällen bestimmt wertvolle Hilfe leisten.


1. Wann ist die beste Jahreszeit zur Anzucht?
Unser Angebot an Saatgut kann selbstverständlich ganzjährig ausgesät werden, bevorzugt ist natürlich in unseren Breitengraden für die meisten Sämereien das Frühjahr. Samen-Raritäten, deren Reife in den Tropen in die Regenzeit fällt, dann ist auf der anderen Halbkugel Frühjahr/Sommer, keimen bevorzugt, wenn bei uns Herbst /Winter eingebrochen ist.  
2.
Warum soll man keine normale Blumenerde zur Anzucht verwenden?
Normale Blumenerde enthält zuviel Düngesalze, durch die die zarten Wurzeln der gekeimten Samen und Sämlinge verbrennen. Verwenden Sie nur nährstoffarme, keimfreie und wasserdurchlässige Substrate. Ideal sind Kokohum, spezielle Anzuchterden, Kakteenerde, Perlite und Vermiculite. In unserer Allgemeinen Anzuchtanleitung finden Sie weitere Informationen zum
Aussaatsubstrat
3. Mit was werden die Samen angefeilt bzw. aufgerauht?
Es kann sowohl eine Nagelfeile als auch grobes Schmirgelpapier (gibt es im Baumarkt) genommen werden. Üblich ist auch die schnelle Methode mit einem Teppichmesser die Samen anzuritzen. Um die Verletzungsgefahr so niedrig wie möglich zu halten, ist es ratsam nur größere Samen, die man gut in den Fingern halten kann, zu nehmen. 

4. Alle Samen immer vorquellen lassen?
Vorquellen, einweichen ist nicht immer nötig. Wir geben spezifische Angaben zu den Arten, die man vorquellen lassen sollte. Weiterführende Informationen hierzu finden Sie auf unserer
Anzuchtanleitung.
5. Sämtliche Samen einer Tüte aussäen oder nur einen Teil?
Sie sollten schon alle Samen einer Tüte aussäen, denn erstens ist manchmal etwas Vorarbeit nötig, und zweitens kann es passieren, daß beim Umpflanzen, mal das eine oder andere Pflänzchen beschädigt wird und eingeht. Wenn von 10 gekauften Samen nur 5 gesetzt werden und alle 5 gehen ein, fangen Sie wieder von vorne an. Dies ist vertane Zeit und Kosten.

6. Wie tief sollen die Samen im Substrat liegen?
Die meisten Arten nicht tiefer als sie selbst dick sind, in der Regel ca. 1-2 cm. Je dicker der Samen, desto mehr kann mit Substrat bedeckt werden, je kleiner der Samen, mit desto weniger Substrat muß abgedeckt werden. Weiterführende Informationen können Sie unter 
Aussaattiefe nachlesen.
7. Welche Temperaturen benötigen exotische Samen?
Eine Keimtemperatur von 22-28°C ist meist ausreichend, damit ist die Erd- bzw. Substrattemperatur gemeint, nicht die Umgebungstemperatur. Diese wird auf einer Heizmatte erreicht. Spezifische Angaben werden in den Anzuchtanleitungen angegeben.
8. Wie erreiche ich im Herbst/Winter höhere Temperaturen zur Keimung?
Kaufen Sie sich eine
Heizmatte. Diese gibt es auch bei uns im Shop für die Fensterbank zum relativ günstigen Preis, die Stromkosten halten sich damit auch noch in Grenzen. Im Herbst/Winter können Sie auch Ihren Heizungskörper mißbrauchen. Dies erfüllt auch seinen Zweck, wenn man nur kleine Mengen aussät. Stellen Sie aber niemals das Gewächshäuschen oder andere Töpfchen direkt auf die Heizung. Das Substrat trocknet zu schnell aus. 
9. Wie lange sind Samen eigentlich haltbar?
Dies ist ganz unterschiedlich und richtet sich je nach Gattung und Art. In der Regel sind dies mind. 2-3 Jahre, da sie nur allgemein an Keimfähigkeit verlieren und bedeutet das nicht mehr so viele Pflänzchen heranwachsen, wie vielleicht direkt nach dem Kauf. 

10. Wann sollen Sämlinge umgetopft werden?
Immer dann, wenn sich die Pflänzchen gegenseitig beengen. Dies ist meist nach Erscheinen von 3-5 Blattpaaren, die dann eine Größe von ca. 5-15 cm haben. Die Größe richtet sich danach, ob die Art schnellwüchsig oder langsamwüchsig ist.

11. Wie wird pikiert?
Füllen Sie zunächst die Töpfchen mit geeignetem Substrat zum Umpflanzen. Mit einem Pikierholz, Löffelstiel oder einem anderem Gegenstand ein kegelförmiges Loch ins Substrat drücken. Heben Sie die Sämlinge vorsichtig aus dem Anzuchtbeet. Kürzen Sie die Wurzeln ruhig etwas ein, damit diese nicht gekrümmt werden und was sie auch zur Wurzelbildung anregt. Achten Sie darauf, daß diese ca. 1-2 cm über der Erdoberfläche stehen (dies ist der Abstand zwischen Keimblätter und Substrat), gut angießen. Niemals diese Arbeiten in der vollen Sonne ausführen!

12. Was ist der beste Standort für Sämlinge/Jungplanzen?
Grundsätzlich pikierte Pflanzen vor starker Sonneneinstrahlung und Zugluft schützen. Die Pflanzen müssen erst langsam an Sonne gewöhnt werden. Sorgen Sie für höhere Luftfeuchtigkeit durch Besprühen mit angewärmtem Wasser, speziell im Winter, damit die Temperaturunterschiede nicht zu groß sind. Einige Arten, wie Regenwaldpflanzen niemals der prallen Sonne aussetzen, sie wachsen naturgemäß meist unter höheren Baumkronen, im Unterholz oder versuchen die Baumkronen zu erklimmen. 

13. Welche Temperaturen benötigen Jungpflanzen zum überwintern?
Die meisten Arten kommen mit etwa 10-20 Grad zurecht und müssen mäßig, aber regelmäßig etwas gegossen werden, der Wurzelballen sollte dabei niemals völlig austrocknen. Beachten Sie, daß immer leicht angewärmtes Wasser zum Gießen benutzt wird.

14. Was ist der beste Standort für Jungpflanzen im Winter?
Grundsätzlich sollte der Standort im ersten Jahr nach der Aussaat so hell wie möglich gewählt werden, ansonsten gelten dieselben Regeln wie unter Punkt 10 beschrieben.

15. Zusammenfassung und grundsätzliches zum Überwintern
Es gibt eine Faustregel: Je wärmer der Standort einer Pflanze, desto mehr Licht und Wasser wird benötigt. Je kühler der Standort, desto dunkler und weniger Wasser wird verdunstet.
a) immergrüne Gewächse müssen immer hell stehen, sowohl Jungpflanzen als auch
    ältere Gewächse
b) laubabwerfende Pflanzen können dunkel stehen, dies ist nur für ältere Gewächse von
    Bedeutung 
c) für Jungpflanzen im ersten Jahr nach der Aussaat grundsätzlich einen hellen Standort
    wählen, unabhängig davon, ob sie immergrün oder laubabwerfend sind

16. Wie erreiche ich eine höhere Luftfeuchtigkeit bei Pflanzen in Wohnräumen?
Höhere Luftfeuchtigkeit kann durch tägliches Besprühen mit zimmerwarmen, je nach Bedarf der Pflanzen mit kalkfreiem Wasser erreicht werden oder die Pflanzen auf eine konstant feuchte Bewässerungsmatte (Vlies), Untersetzer oder Schale, gefüllt mit Blähton, Seramis, Kies stellen. Der Topfenboden sollte dabei nicht mit dem Wasser der Schale in Berührung kommen. 

Probleme bei der Anzucht von Samen und Aufzucht von Sämlingen

1. Anzuchtsubstrat im Geschwächshaus schimmelt, was nun?
Manchmal reicht es nicht nur die Lüftungsklappen oder Schieber, je nach Modell, geöffnet zu halten. Der Gewächshausdeckel sollte deshalb 1-2mal wöchentlich für ca. 1 -2 Stunden entfernt werden. Vorbeugend kann eine Chinosol-Lösung, (Tabletten zum Auflösen gibt es in jeder Apotheke) sofort beim Anmischen des Anzuchtsubstrates beigemischt werden.

2. Das Anzuchtsubstrat war während der Keimzeit zu nass
Samen verfaulen, Keimlinge und Jungpflanzen leiden unter Sauerstoffmangel und sterben ab, weil das Substrat verbacken ist. Wer gerne zuviel gießt sollte mehr Zusatzstoffe ins Substrat geben, damit die Erde nicht zusammenbackt und verkrustet. Hilfreich ist auch eine leichte Abdeckung mit Sand, Vermiculite, Seramis oder feinem Aquarienkies, wobei Vermiculite und Seramis die Eigenschaft besitzt, das Substrat zusätzlich feucht zu halten. 

3. Das Anzuchtsubstrat ist während der Keimzeit ausgetrocknet
Meist sind die Keimlinge abgestorben. Wenn das Substrat nur kurzzeitig ausgetrocknet ist, sofort überprüfen ob noch etwas zu retten ist. Ist dies der Fall, die noch guten Keimlinge in frisches Substrat geben - manchmal hilft es.

4. In der Erde tummeln sich Maden und fressen die Samen
Diese Maden kommen nicht aus der Kokosfaser oder der Anzuchterde, denn diese sind meist frei von Schädlingen, vielmehr denke ich, es handelt sich um die Maden der Trauermücke. Diese fressen die Samen regelrecht leer, auch Wurzeln, Blätter und Stengel der Keimlinge bleiben nicht verschont. Gegen die gefrässigen Tiere ist kein Kraut gewachsen, da auch die Fressfeinde fehlen. Es hilft nur noch die komplette Entsorgung - Nicht auf den Kompost geben, sondern in die "Biotonne!".
Vorbeugend: Es kann etwas Steinmehl dem Anzuchtsubstrat beigemischt werden und Gelbtafeln aufhängen.
Ebenso gibt es Samen, in denen sich bei Reife bereits Schädlinge eingenistet hatten. Wenn auch das meiste Saatgut nur mit einem Gesundheitszeugnis eingeführt wird, es können sich immer wieder mal Schädlinge in den Samen aufhalten, denn niemand kann in das Korn hineinsehen. Hier hilft ebenfalls nur die komplette Entsorgung, wie zuvor, oder Sie sind Liebhaber dieser wirbellosen Tiere. 

5. Die Samen keimen nicht, woran kann das liegen?
Dafür kann es verschiedene Ursachen geben. Nicht ausreichend skarifiziert, nicht lange genug oder zu kurz eingeweicht, die Bodenwärme war nicht ausreichend oder zu hoch, die vielleicht erforderliche Stratifikation nicht lang genug, zu trocken, zu nass.
6. Auf der Erdoberfläche laufen und fliegen kleine schwarze Fliegen
Dies ist mit aller Wahrscheinlichkeit nach die Trauermücke, ein wirklich lästiges Übel. Die Anzuchtbedingungen sind für die Vermehrung dieser Tiere ideal, feucht und dunkel. Wenn man es früh genug bemerkt, helfen in den meisten Fällen
Gelbtafeln oder dem Substrat etwas Steinmehl beimischen. Haben sich die Trauermücken allerdings zu stark vermehrt, hilft nur noch die komplette Entsorgung und ein Neuanfang. In diesem Fall ist wieder die Biotonne gefragt.
7. Bei Berührung der Pflanzen fliegen Weiße Fliegen auf
Weiße Fliegen vermehren sich meist in Gewächshäusern bei hohen, feuchten Temperaturen oder werden durch neu gekaufte Pflanzen eingeschleppt. Halten Sie die Pflanzen etwas trockener, kühler und hängen
Gelbtafeln auf. Zusätzlich sollte noch ein Insektizid verabreicht werden, da weiße Fliegen ihre Eier ablegen und dadurch in kürzester Zeit eine neue Population entsteht. Die Pflanzen werden immer wieder neu angesteckt.
8. Spinnmilben bei Pflanzen und Jungpflanzen
Diese Spinnentiere vermehren sich blitzartig unter hohen Temperaturen und trockenen Bedingungen.
Vorbeugend:
a) sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit und gute Lüftung im Gewächshaus. Die Pflanzen öfters mit Wasser auf Blattober- und Unterseite besprühen
b) mit Schachtelhalmbrühe besprühen
c) Pflanzen mit Brennesseljauche oder Gesteinsmehl kräftigen  
d) hartlaubige Pflanzen mit Blattglanzspray besprühen

Bekämpfung:
a) mit Knoblauch- oder Zwiebelsud (trockene Schalen über Nacht in kaltem Wasser ziehen lassen) und regelmäßig damit gießen
b) bei etwas stärkerem Befall die Pflanze gut abduschen und geben diese in eine Plastiktüte, zubinden und für 3-5 Tage schattig aufstellen, meist sind die Spinnmilben damit zunächst bekämpft, weil sie unter diesen Bedingungen nicht leben und sich nicht weiter vermehren können.
Wer einen großen, befallenen Pflanzenbestand hat für den ist diese Methode natürlich zu aufwendig und sollte ein Akarizid verwenden. Kaufen Sie am besten 2-3 verschiedene Sorten, denn Spinnmilben werden sehr schnell resistent. Bei jeder erforderlichen Anwendung sollte ein anderes Mittel genommen werden.
9. Die Sämlinge fallen ohne Grund um
Vermutlich haben Sie zu dicht gesät. Die Wurzeln der Sämlinge behindern sich nun gegenseitig, zusätzlich kommen noch Faktoren wie, zuviel Bodenwärme, feuchtes Substrat und unzureichendes Licht hinzu. Die Sämlinge haben alles, was Sie zum Wachsen benötigen, doch gibt es ein "zuviel" oder "zuwenig" von irgendeinem Faktor, dann ist das Wachstum nicht mehr ausgeglichen. Beispiel: Fehlt den Pflanzen im Winter das benötigte Licht (alles andere ist stimmig), dann strecken sich die Pflanzen und zwar in Richtung Lichtquelle, die der Pflanze am nächsten ist. Werden lang und länger, vergeilen und können am Ende umfallen.
Nehmen Sie die zarten, weniger wüchsigen Sämlinge heraus. In Flora und Fauna werden die kümmerlichen Pflänzchen unterdrückt, kranke und schwache Tiere sterben und es überleben immer nur die Stärkeren. Damit man sich einen gesunden Pflanzenbestand heranzieht, sollten wir auch nur die stärksten Pflanzen weiterkultivieren. Weitere Tipps finden Sie in unserer Anzuchtanleitung unter "
Nach der Keimung". 
10. Umfall-Krankheit
Bei der echten Umfall-Krankheit handelt es sich um einen Pilz, der hauptsächlich bei zu feuchtem Substrat entsteht. Die Stengel, bzw. die Stengelbasis der Jungpflanzen faulen. Halten Sie die Erde trockener und mischen Sie etwas Sand darunter. Auf gute Lüftung sollte ebenfalls geachtet werden.
Vorbeugend: Schachtelhalmbrühe und eine Chinosollösung gießen

11.  Habe mir eine neue Pflanze zugelegt und in dem Substrat sind Schneckeneier?
Diese kleinen Kügelchen sind in der Regel ein Langzeitdünger und keine Schneckeneier. 
 

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